"Strüßcher, Kamelle, Strüßcher", die Menge tobt und fordert das Beste von den Jecken der blauen Funken. "Kölle Alaaf, Kölle Alaaf, Kölle Alaaf!" Über eine Million Zuschauer stehen am Straßenrand und schunkeln, lachen und erfreuen sich am Kölschen Fastelovend. Der Rosenmontagszug ist immer der Höhepunkt der Session. Und wo gehen die Schwulen und Lesben hin? Sie treffen sich auf Rosenmontag zwischen 10 und 17 Uhr zu Zehntausenden auf der "Rosa Meile" zwischen Hohe Pforte und Stephanstraße.
Umfallen ist schwierig. Dort steht der Lederkerl neben der bunten Tunte, da die Schwulenmama neben dem spacigen Youngboy. Kölle Alaaf ruft man im Kölner Karneval. Doch der Schlachtruf heißt bei den Schwulen anders: "Kölle Aloha, Kölle Aloha, Kölle Aloha!" Der "Zoch" ist dann noch lange nicht in Sicht. Er startet um 10.30 Uhr am Serverinstor auf dem Clodwigplatz schlängelt sich mühsam durch die Gassen der Altstadt über den Alter Markt bis hin zur Schildergasse und endet am Dom. In der Hohen Pforte kommt er etwa gegen 11.30 Uhr an.
Der Prinzenwagen kommt ganz zum Schluß - und da Prinz MarkusII einer von uns ist, wird er sicherlich besonders lautstark empfangen.
Der Kölner ist der größte Karnevalszug der Welt und wird vom WDR live im TV übertragen. Über 90 Garden, Kapellen und Vereine ergeben eine Länge von über 6,5 Kilometer. In Köln existiert über die tollen Tage keine Sperrstunde, daher ist ganz Köln von Altweiber bis Aschermittwoch eine einzige große Dauerparty. Wer jetzt denkt, dass Schluss sei, der irrt: Nach dem Rosenmontagszug verteilen sich die Massen auf wieder die Kneipen und Clubs der Stadt. Auf der Celebrate Rosenmontagsparty wird wieder bis in den Morgen gefeiert.